Mehr Sicherheit durch die gesetzliche Regulierung der Alternativen Investmentfonds seit 01.07.2014

In Zeiten von lang anhaltenden Niedrigzinsphasen und Angst vor Inflation und Währungsinstabilität suchen Anleger immer mehr nach sinnvollen Alternativen. Investitionen in Sachwerten waren schon immer sinnvoll und sind jetzt überzeugender denn je.

Wenn Anleger an Sachwerte denken, denken sie immer zuerst an Immobilien, an Gold und vielleicht auch an Aktien (Eigentumsanteil an Unternehmen). Doch im Bereich der Sachwertbeteiligungen gibt es viel mehr Investitionsmöglichkeiten als Privatanleger denken. Institutionelle Anleger (z. B. große Vermögensverwaltungen, Pensionsfonds und Stiftungen) nutzen diese Anlageklassen schon seit Jahrzehnten überaus erfolgreich und erzielen nachweislich weit überdurchschnittliche Renditen.

Durch eine breite Streuung über verschiedene Sachwerte, Anbieter, Branchen, Standorte, Laufzeiten und Währungen wird die Sicherheit deutlich erhöht. Doch wie kann ein Privatanleger eine solche breite Streuung für seine eigenen Ersparnisse umsetzen, wenn er nicht wie die Pensionsfonds über hunderte von Millionen Euro verfügt? Genau hierfür bieten die Alternativen Investmentfonds (AIF) einen idealen Einstieg. Diese AIF`s bieten einem Anleger – i. d. R. ab einer Anlagesumme > 10.000 € – die Möglichkeit, sich anteilig an einem einem großen Sondervermögen zu beteiligen, das gezielt in substanz- und ertragsstarke Sachwertbeteiligungen investiert.

Das Management und die Verwaltung übernehmen hierfür zugelassene Kapitalanlagegesellschaften (KAG). Durch diese Kombination kann ein Privatanleger – auch mit “kleineren” Anlagesummen – ohne großen Aufwand oder besondere Sachkenntnisse an der Sicherheit und den Ertragschancen von ausgewählten Sachwerten profitieren. In den Jahren 2013 bis 2014 hat der Gesetzgeber für die Alternativen Investmentfonds eine Vielzahl von Gesetzen installiert, die dem Anlager deutlich mehr Sicherheiten geben, als es die Beteiligungen und Geschlossenen Fonds in den Jahren davor auch nur annähernd konnten.

Stellvertretend seien hier das Kapitalanlagegesetzbuch, das Vermögensanlagengesetz, das Kleinanlegerschutzgesetz, die europäische AIFM-Richtlinie und die Finanzanlagenvermittlungsverordnung aufgezählt. Hätte es diese Gesetze, Regulierungen und die damit verbundenen Überwachungsorgane schon vor dem Ausbruch der Bankenkrise im Jahr 2008 gegeben, wären dem Anleger viele schlechte Erfahrungen erspart geblieben.

In Zeiten, in denen sich Anleger über Schlagzeilen wie “Enteignung der Sparer durch Minizinsen” oder “Banken drohen mit Strafzinsen” ärgern, sind eine verstärkte Aufklärung und sinnvolle Alternativen gefragt. Der Gesetzgeber hat mit seinen rechtlichen Rahmenbedingungen den Boden sehr gut bereitet. Jetzt ist es an den Anlegern, diesen fruchtbaren Boden für gute Erträge zu nutzen.