IP-Centrex – Die TK-Anlage im Netz

Die Idee, die immer komplexer werdenden Funktionalitäten einer Telefonanlage als Dienstleistung aus dem Internet bzw. der Netzplattform eines Providers zu beziehen, ist bestechend. Denn warum sollten Unternehmen heute noch in eine eigene Telefonieinfrastruktur investieren und sich mit deren Administration belasten, wenn sie Sprachanwendungen auch bedarfsgerecht, flexibel und zu transparenten Kosten von einem Provider als webbasierten Service beziehen können?

Eine Centrex-Lösung stellt zunächst alle Funktionen in Form von Diensten einer herkömmlichen Telefonanlage, die im eigenen Haus betrieben wird, dar. Darüber hinaus ergeben sich durch Zentralisierung in einem Hochleistungsrechenzentrum und die dadurch entstehenden Managed-Services weitere Vorteile, die eine herkömmliche Anlage nicht leisten kann. Hauptsächlich machen sich diese in Form von sichtbaren Einsparungen der Betriebskosten, Erhöhung der Flexibilität im Betrieb und den Qualitätsvorteilen in Sprache und Technologie bemerkbar.

Im ersten Schritt entfallen aufwändige Anschaffungskosten für eigene Hard- und Software, da sich das Equipment im Eigentum des Providers der IP-Centrex Lösung befindet und auch von diesem betrieben wird. Lediglich IP-Endgeräte müssen innerhalb des Unternehmens an das vorhandene Netzwerk angeschlossen werden, die nicht zwingend neu angeschafft werden müssen, wenn der Kunde schon entsprechende Endgeräte im Einsatz hat.

Der Kunde zahlt nur mehr einen monatlichen Grundpreis für die tatsächlich genutzten Nebenstellen der Anlage, da sich hinter der virtuellen Lösung ein Mietmodell ohne lange Vertragslaufzeiten verbirgt.

Laufende Kosten für externen Service, Reparaturen, Wartungen, Administration, Erweiterungen von Baugruppen und Schnittstellenlizenzen fallen weg. Weitere Betriebskosten für Raum, Strom und Energie entfallen ebenso. Technische Störungen werden direkt durch den ISP innerhalb der festgelegten Entstörfristen behoben. Der Kunde braucht sich nicht mehr um Software-Updates zu kümmern, denn diese werden zentral aufgespielt.

Gerade für mittelständische Unternehmen mit Filialstruktur, Heimarbeitsplätzen und Außendienstmitarbeitern rechnet sich eine virtuelle Lösung, da sie flexibel und skalierbar ist. Durch den zentralen Betrieb minimieren sich die Betriebskosten in allen Niederlassungen. Das Einrichten neuer Nebenstellen ist jederzeit möglich. Neue Standorte können schnell integriert werden. Die Mitarbeiter telefonieren national und international von überall mit nur einer Durchwahl und sind jederzeit unter dieser zu erreichen, selbst bei einem Leitungsausfall. Durch eine Voreinstellung über die Web-Schnittstelle der Anlage kann jedes Endgerät etwa zu einer Mobilnummer weitergeleitet werden.